Luzifer als Quintessenz des menschlich-magischen Daseins?!

Februar 25, 2017 in Gesellschaftskritik

Bekam vor kurzem ein wunder- und wertvolles Geschenk, welches mich sehr Stolz macht und mich noch tiefer mit jenem Prinzip vereint, das ich schon seit langem verfolge. Aus diesem Anlass veröffentliche ich hier nun den Auszug aus einem alten Text, den ich vor einigen Jahren verfasste, um mich intensiv mit der dahinterliegenden, dunklen Lichtgestalt auseinanderzusetzen:

Luzifer

Lucifer in der Mythologie

Griechisch

Völlig fern von einer Identifikation mit dem Bösen, taucht der Lichtbringer bei den alten Griechen schon sehr früh unter dem Namen Phosphoros („Lichtbringer“), respektive Eosphoros („Bringer der Morgenröte“) auf. Nach Angaben von Hesiod ist er Sohn der Titanin Eos und des Titan Astraios (welche ebenfalls die vier Winde: Zephyr, Notos, Boreas und Euros zeugten), wobei seine primäre Aufgabe als Morgenstern darin bestand, den Tag vor seiner Mutter, der Morgenröte anzukündigen.

Da die Umlaufbahn des Planeten Venus – der personifizierte und astronomische Morgenstern – innerhalb der Erde liegt, sodass er lediglich in gewissen Phasen am Abend im Westen und am Morgen im Osten sichtbar ist, hielten ihn die Griechen anfänglich für nicht identisch mit dem Abendstern (Hesperos). Obwohl dieser Irrtum im 6. Jahrhundert vor Christus schon bekannt gewesen sein soll, blieb die Dichtung im Allgemeinen stets bei der Vorstellung von zwei verschiedenen Gestirnen.

Um seine Charaktere ein wenig tiefer zu ergründen, werfen wir an dieser Stelle noch kurz einen etwas näheren Blick auf seine Mutter: Eos, in der römischen Entsprechung Aurora, entspringt dem vorhellenischen Göttergeschlecht unter der Führung von Kronos und besitzt sehr wahrscheinlich einen indoeuropäischen Ursprung. Nach der „Theogonie“ von Hesiod ist sie die Tochter des Titanenpaares Hyperion und Theia, was sie zur Schwester von Helios dem Sonnengott und Selene, der Göttin des Mondes und auch der Zauberkunst, macht. Ihre diversen Liebschaften würden ihr unter den heutigen, zumindest westlichen Weltansichten und Moralvorstellung sehr wahrscheinlich das Stigma einer Nymphomanin, bei den veralteten Patriarchen sogar jenes einer Hure aufzwingen. Weil ihr – deren Schönheit schon bei Homer über alle Masse gepriesen wird – die erboste Aphrodite, nach einer Affäre mit dem Kriegsgott Ares, eine unstillbare Begierde nach jungen sterblichen Männern einflösste, zog sie am Morgen über den Horizont um sich nach solchen umzusehen. Dies war der Grund weshalb der Himmel durch ihre Scham errötete und sie die griechische Göttin der Morgenröte wurde.

Abgesehen vom Umstand, dass die polytheistische Götterwelt der Griechen nie ein absolutes Gut oder Böse kannte, war Phosphoros für sie bestimmt nie eine destruktive Energie, denn schließlich war er das Licht im Dunkel der Nacht. Ein, astronomisch bedingtes, Ausbleiben seiner sichtbaren Anwesenheit am Morgenhimmel, konnte eigentlich nur ein schlechtes Omen sein.

Zudem kommt durch seinen Namen (welcher auch als „der Glänzende“ übersetzt werden kann), seine Identifikation mit dem hell strahlenden Stern und die Abstammung von seiner triebhaften Mutter, mit der er eine funktionale Einheit bildete, bei den Hellenen schon seine später so oft gerühmte und immer wieder erwähnte Schönheit zum Ausdruck.

Römisch

Die wörtliche Übersetzung von Phosphoros ins Lateinische, ergab in der römischen Mythologie schließlich den Namen Lucifer, welcher auf lux (Licht) und ferres (bringen) zurückzuführen ist und analog den Griechen, ebenfalls als poetische Bezeichnung für den Morgenstern verwendet wurde. An die Stelle von Eos trat Aurora, die Schwester des Sonnengottes Sol und der Mondgöttin Luna, die später jedoch mit der etruskischen Thesan gleichgesetzt wurde. Auch hier nimmt der, nach christlichen Mythen, gefallene Engel absolut keine Gegenposition zum Sonnengott ein.

Hauptsächlich Ovid ist die Überlieferung vom berittenen Lucifer, der mit seinem Pferd über den Himmel reitet, zu verdanken. Bei Statius wechselt er sein weißes Pferd gegen ein anderes (ob es ein schwarzes ist kann man aus dem Text nicht eruieren), um des Nachts – anstelle des griechischen Hesperus – das Licht der Luna zu verkünden. Dass er in einem Wagen über den Himmel fährt, findet man bei den antiken Autoren mit wenigen Ausnahmen kaum.

Fast selbstverständlich ergibt sich ein besonderes Verhältnis von Lucifer zur Liebesgöttin Venus, denn schließlich war er ihr Stern, wobei Hygin – in dem er sich auf eine Stelle bei Hesiod bezieht – meinte, dass sie sich mit ihm über seine Schönheit gestritten haben soll. In diesem Kontext muss er natürlich fast zwangsläufig auf dem Gebiet der Liebe tätig werden, Vergil erwähnt ihn diesbezüglich als den Stern, welcher von ihr heiß geliebt wird. Durch die mythologische Auftrennung der astronomischen Venus in einen Morgen- und Abendstern, gibt es auf diesem Gebiet jedoch einige Wirrnisse. Schließlich sehnen sich die Liebenden ja eher die Verkündung der Nacht, folglich den griechischen Hesperos herbei.

Auf keinen Fall sollte man aber den Einfluss der mythologischen Venus mit ihren Attributen – sie wird mit der griechischen Aphrodite gleichgesetzt – auf meinen Lieblingsengel unterschätzen. Sie hat sicherlich einen maßgeblichen Einfluss darauf, dass man ihn gegenwärtig oft als stolzen Engel wahrnimmt und als den Herrn der Künste betrachtet. In wieweit diese Beziehung eine Vorprägung für seine Rolle als Verführer darstellt, überlasse ich Ihrer Phantasie.

Jüdisch – Christlich

Jesaja 14, Vers 12: Wie jäh bist du vom Himmel gefallen, strahlender Morgenstern! Zu Boden bist du geschmettert, du Bezwinger der Völker.

Im Alten Testament erscheint der „strahlende Morgenstern“ zum ersten Mal als Helal, was sich in der griechischen Septuaginta zu Eosophoros und in der lateinischen Vulgata zu Luzifer wandelte.

Bemerkenswert ist, dass hier in gewissen Kreisen anscheinend eine Verwechslung von Gestalten aus der hellenischen Götterwelt stattgefunden hat: Während in der griechischen Mythologie Phaëthon (der Strahlende), bei Ovid und Nonnos der Sohn des Sonnengottes Helios-Phoebus und der Nymphe Klymene, durch einen Blitz des Zeus vom Himmel geholt wird, setzt man in der Bibel Luzifer an die Stelle des Gestürzten. Zu dieser Verwechslung mit beigetragen hat vielleicht auch der Umstand, dass bei Hesiod der attische Heros Kephalos und Eos als Eltern des Phaëthon genannt werden und ‚strahlen’ ein Attribut des Morgensternes ist.

Wenn man die Geschichte des Phaëthon studiert, ist es wahrscheinlich, dass er ein Wandelstern oder Komet der Vorzeit war, welcher auf der Erde eine Katastrophe ausgelöste (ev. Meteoriteneinschlag). Eine Gleichsetzung mit Phosphoros-Lucifer ist auf jeden Fall schon rein aus dem Grund überaus zweifelhaft, da die astronomische Venus ja bekanntlich keineswegs vom Himmel stürzte.

Wie wurde nun der Träger des Lichtes im Christentum zum personifizierten Bösen? Während einige Kirchengelehrte, der jüdischen Überlieferung folgend, die entsprechende Textstelle von Jesaja als das mystifizierte Ende eines Königs von Babylon betrachteten, behauptete z.B. Origenes, in Anlehnung an die griechischen Mythen und im Kontext mit der aufkommenden Engelslehre des Christentums, dass Luzifer als himmlischer Geist in den Abgrund stürzte, nach dem er sich der Fama zu Folge versuchte mit Gott gleichzustellen.

Diese beiden negativ geprägten Identifikationen, der irdische Sturz eines heidnischen Königs als Allegorie für den Fall des Teufels, so wie Luzifer der sich gegen seinen angeblichen Herrn auflehnt, legten nun also ein Fundament um die mythische Gestalt des strahlenden Morgensterns zu diskreditieren. Man entledigte sich dadurch geschickt einer heidnischen Gottheit, welche als Lichtträger naturgemäß eine Bedrohung für den monotheistischen Jehovah darstellte.

Maßgeblichen Einfluss auf die Gleichsetzung des gefallenen Engels mit dem Lichtbringer, übte ebenfalls die Bibelstelle 28,14 von Ezechiel aus. Obwohl der dort beschriebene, glänzende und schimmernde Cherub, lediglich die Bezeichnung für den schönen und mächtigen, aber durchaus menschlichen König von Tyrus war, setzte man dessen Stolz und Hochmut in Beziehung zu Helal / Eosophoros / Lucifer.

Durch das Lukasevangelium, in dem Jesus im Vers 10, Abschnitt 18 sagt: „Ich sah den Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz“, stellten ihn die Kirchenväter, zumindest jene des offiziellen Christentums, schließlich endgültig mit ihrem Teufel auf eine Ebene. Obwohl sich die heute gängige Vorstellung, dass Luzifer dem Satan entsprechen soll, aus diversen heterogenen Quellen zusammensetzt und in der Bibel nicht wirklich verankert ist, hat sie sich spätestens im frühen Mittelalter weitgehend durchgesetzt und wurde faktisch zu einem kirchlichen Dogma.

Was an dieser Stelle ein wenig komisch anmuten mag, ist der Umstand das Lucifer in der römisch-katholischen Liturgie ursprünglich für Jesus als Lichtbringer stand, es in der Vulgata einige Textstellen gibt welche den Luzifer als Morgenstern absolut nicht in den Kontext mit dem Teufel bringen und laut der Johannes Offenbarung 22,16 selbst Jesus verlauten lässt:

Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch dies zu bezeugen für die Gemeinden. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der helle Morgenstern.“

Wenn man die Geschichte von Luzifer und seiner Hybris in der christlichen Tradition betrachtet, ist nicht von der Hand zu weisen, dass seine Rebellion – der einst Liebling Gottes war – eine große Ähnlichkeit mit dem Prometheus-Mythos aufweist, was Jehovah meiner Ansicht nach jedoch nicht wirklich in ein schmeichelhaftes Licht stellt.

Da Zeus sich nach Angaben von Hesiod weigerte, denn Menschen ihr schweres Los zu erleichtern, weil sie nicht gewillt waren ihm die besten Teile der Opfertiere anzubieten, weigerte er sich ihnen das Feuer zu geben. Prometheus aber raubte es ihm und brachte es in einem hohlen Rohr verborgen zur Erde. Nach Platon raubte er in der Werkstatt von Hephaistos und Athene das Feuer der Weisheit und setzte den göttlichen Funken in die erst vor kurzem aus Lehm geschaffenen Menschen. Es war folglich die spirituelle Energie, welche den Menschen beseelte.

Wie sich nun also Prometheus gegen die Gottheit erhebt um dem Menschen zu helfen, unternimmt Luzifer denselben Schritt um Erkenntnis und Unabhängigkeit zu erlangen, was laut der gängigen Vorstellung im Christentum zu folgendem Sturz führte, der in der Apokalypse (12, 7-9) wie folgt beschrieben wird:

„Und es erhob sich ein Streit im Himmel: Michael und seine Engel stritten mit dem Drachen, und der Drachen stritt und seine Engel und siegten nicht, auch ward ihre Stätte nicht mehr gefunden im Himmel.

Und es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführt, und ward geworfen auf die Erde, und seine Engel wurden auch dahin geworfen.“

Theosophisch – Anthroposophisch

Nach Dr. Franz Hartmann, leitete von 1896 an die „Theosophische Gesellschaft in Deutschland“[1], ist das Licht von Lucifer jenes der Verständnisfähigkeit, im Gegensatz zur göttlichen Weisheit (Theosophia). Christus setzt er mit der Sonne, dem von aller Selbstheit befreiten, göttlichen Verstand gleich, wobei Lucifer dem Mond entspricht, welcher den vom „Ich“ behafteten Scharfsinn, respektive den Intellekt verkörpert. Für ihn ist das Licht von Lucifer somit lediglich der Gegenschein des Chrestos-Prinzips (Diabolus est deus inversus), durch den man jedoch nicht in die göttlichen Geheimnisse eindringen kann.

Was diese These stark von der Sicht der christlichen Amtskirchen unterscheidet, ist der Umstand, dass der Lichtträger hier nicht per se als der Böse betrachtet wird, sondern eine Entwicklungsstufe in der Vervollkommnung des Menschen darstellt, die überwunden werden muss. So soll man beispielsweise nicht auf das eigene Denken und Streben – welches ihm zugeordnet wird – verzichten, wenn jedoch die Erkenntnis der Wahrheit im Menschen eingetreten sei, erhebe man sich über diese.

So gesehen kann Lucifer zwar durchaus negative Aspekte haben, ist jedoch als Grundlage für die Erkenntnis des Göttlichen notwendig. In seinem kurzgefassten Grundriss über die Geheimlehre der H. P. Blavatsky schreibt er: „Der Fall Lucifers bedeutet in Wirklichkeit das Herabsteigen des Lichtbringers in die Materie, wodurch alleine die Materie erleuchtet und vom geistigen Bewusstsein durchdrungen werden kann. Ohne den Fall des Engels gäbe es keine Erlösung des Menschen, ohne Individualisierung in menschlichen Formen keine geistige Individualität.“[2]

In der Anthroposophie des Rudolf Steiner, die er aus der Theosophie heraus entwickelte[3], weil ihm diese zu stark an der östlichen Mystik orientiert war, erscheint Luzifer im Erdenmensch in Wechselwirkung mit dem persischen Ahriman. In dem er den Menschen die Erkenntnis von Gut und Böse gab, brachte er ihnen die individuelle Freiheit, verführte sie aber auch zum Egoismus, was sie unter anderem erst anfällig für die ahrimanische Kraft, den materialistisch-technischen Verstand machte. Durch die, von ihm initiierte Vertreibung aus dem Paradies, dieses Eintauchen in die äußere, sinnliche Welt, wollte er sie jedoch nicht so stark an die Materie binden wie das mittlerweile der Fall sei. Die Anthroposophen sehen die wahre Freiheit in einem gesunden Gleichgewicht zwischen den erdflüchtigen luziferischen und erdsüchtigen ahrimanischen Kräften.

Laut dem AnthroWiki, der freien Wissensdatenbank für Anthroposophie, gäbe es die menschliche Kultur ohne Luzifer nicht, denn die Wissenschaft und Kunst seien eine Gabe von ihm. Diese Vorstellung läuft in der Grundessenz also durchaus synchron mit jener der Theosophie, wurde im Endeffekt einfach noch durch die Auslagerung des materialistisch-technischen Verstandes in die Gestalt des Ahrimans erweitert. Demnach ist er zwar nach ihnen absolut nicht ungefährlich für die eigene Entwicklung, schließlich verleitet sein Erkenntnislicht gerne dazu die sinnliche, der geistigen Wahrnehmung vorzuziehen und vom Hochmut spricht man ihn dadurch auch nicht los, aber so wird er zumindest von der Verantwortung freigesprochen, die Menschen an ihre einseitigen, irdischen Verstrickungen der technisierten Welt zu binden.

Auch wenn Steiner und seinen Anhängern ihn folglich als Verführer und Widersacher betrachten und erkennen, welcher den Menschen in die sinnliche Welt der Visionen, Illusionen, der Ekstase und des Rauschen führen will, sehen sie in ihm ein positives Wirken, wenn man durch ihn das Licht der Weisheit und den Sinn für die Schönheit derjenigen aufnehmen kann. Zumindest im Bezug auf die künstlerischen Tätigkeiten genießt er bei ihnen also einen durchaus hohen Stellenwert, zu dem erkennt Steiner in seinem Wirken auch den Übergang des Menschen von der Natur in die Kultur, er ist für ihn das Prinzip, welches die Erde zur Geistigkeit hinaufführt.

Lucifer in der Kunst

Vorbemerkung zu diesem Kapitel: Auch wenn ich in meinen vorangehenden, mythologischen Erläuterungen über den Träger des ‚dunklen’ Lichtes begründete Zweifel daran vorbrachte, dass man ihn in der Historie der jüdisch-christlich gefärbten Kulturwelt zum gefallenen Engel mutieren ließ und schließlich mit dem Teufel gleichsetzte, werde ich dieser Unterscheidung, da sie im kollektiven Unbewussten längst zu einem integrierten Bestandteil seines Wesens geworden ist, an dieser Stelle nur sehr bedingt Beachtung schenken.

Allgemein

Luzifer FidusFidus, Luzifer Morgenstern, 1894

Ich darf wohl mit Fug und Recht behaupten – auch wenn ich in dieser Hinsicht nicht wirklich neutral bin –, dass es abgesehen von der Frau keine andere Gestalt in der Geschichte der Menschheit gibt, welche einen solch tiefgründig prägenden und kreativen Einfluss auf die Kunst ausübt, wie jene des sagenumwobenen Luzifers. Ob es nun in der Literatur, in der Musik oder Malerei ist, jene Werke welche durch die Inspiration von ihm und seinem Reich entstanden, üben auf den Menschen in der Regel eine weit größere Faszination aus, als zum Beispiel die seichten Heiligen des Christentums. Selbst in den kirchlichen Darstellungen ist sein Zauber meist wesentlich interessanter, als jener von denen, die man laut ihnen eigentlich anbeten sollte.

Was sind nun die Ursachen für diesen, dem gesellschaftlichen Denken eigentlich zuwiderlaufenden Umstand? Betrachten wir die Angelegenheit ein wenig näher: Ein wichtiger Punkt stellt diesbezüglich sicher seine oft gerühmte Schönheit dar, die ihn seit seiner Erscheinung als Phosphoros bis hin zum gefallenen Engel (schließlich war er im Himmelreich ja bekanntlich der Strahlendste) stets begleitet hat. Stellt man diese in einen Kontext mit seinen lieblich, schmeichelnden Eigenschaften, welche er in der Gestalt des Verführers verkörpert, und seiner Affinität zum visionären Illuminismus, der hellsichtigen Sehnsucht und des ekstatischen Rausches, scheint es absolut nicht verwunderlich und durchaus schlüssig zu sein, dass er unter zahlreichen Personen als Herr der Künste betrachtet wird. Im Gegensatz zum äußerst verbrämten Christentum, welches zum überwiegenden Teil aus lustfeindlichen Elementen besteht und nur ein sehr schlechtes Auge für die irdische Schönheit besitzt, muss sein edles Wesen fast zwangsläufig die Phantasien einer Künstlerseele anregen.

Ein sicher ebenso gewichtiger Umstand ist, dass Luzifer wohl wie kein anderer für die individuelle Freiheit des Einzelnen einsteht. In dem er die Erkenntnis über den Glauben stellt, sich nicht blind einem alten Tyrannen unterwirft der bedingungslose Gefolgschaft fordert, gibt er dem Menschen eine Anleitung um sich den Geheimnissen des Daseins selbst anzunähern. Er vertritt somit keine dogmatische Doktrin, welche noch nicht einmal angezweifelt werden darf, sondern fordert dazu auf, sich ohne feststehende Grenzen und Bindungen ein eigenes Bild über die tatsächliche Existenz des Göttlichen zu machen. Schöpferische Kunst in all ihren Formen und Variationen – wir sprechen hier nicht über die zahlreichen, degenerierten Ergüsse welche sich heutzutage nur all zu gern mit dieser Etikette schmücken –, ist nun mal immer ein Versuch dasjenige auf eine vollkommen individuelle Art zu ergründen und dadurch in der Grundessenz stets luziferisch.

Wenn wir diese Feststellung konsequent weiterverfolgen, bleibt nur noch zu sagen: Selbst wenn in einem künstlerischen Objekt der Darstellung, dem Produkt einer Weltanschauung des Interpretierenden, kein direkter Zusammenhang mit dem Lichtträger hergestellt wird, ist das Werk ein Extrakt seines transzendentalen Wirkens. Wird es dann zusätzlich noch in irgendeiner Weise mit seiner Gestalt durchsetzt, ist es prädestiniert um den Konsumenten in seine tiefsten, seelischen Abgründe zu führen, wo Erkenntnis jenseits der korrumpierenden, vereinnahmenden Werte- und Moralvorstellungen der gängigen Gesellschaftsstruktur erst möglich wird.

»Licht ist Stoff, und Dunkelheit ist reiner Geist. Dunkelheit in ihrer innewohnenden, metaphysischen Grundlage ist subjektives und absolutes Licht, Licht in all seinem Glanz und der Pracht dagegen bloß eine Menge von Schatten, und da es niemals ewig sein kann, nur eine Illusion oder Maya.«

Helena Petrowna Blavatsky (1831-1891)

Der dritte maßgebliche Punkt für diesen Umstand, ist der eng mit ihm verwobene Nimbus der Dunkelheit, welcher im Christentum nur all zu gerne mit dem Bösen assoziiert wird. Was im Schatten steht und dazu noch das Stigma der Gefahr trägt, muss fast zwangsläufig die Neugier der Menschen auf sich ziehen.

Bekanntlich schmecken die Fürchte des Verbotenen weitaus süßer, ist ihre Verheißung weit verlockender, als jene fade Kost die durch die Gesellschaft legitimiert wird. Selbst wenn der kümmerliche Verstand unseres kulturellen Systems mit aller Macht gegen diese Tatsache kämpft, der Einzelne dies in der Regel verleumdet, träumt doch eigentlich jeder ab und an davon, die festgesetzten Grenzen auf irgendeine Art und Weise zu überschreiten. Entgegen der vermeintlichen Ratio wird das auch oftmals getan, um hier nur ein Beispiel zu nennen: Ein Bordell lebt sicherlich nur in den wenigsten Fällen von jenen Kunden, die lediglich eine sexuelle Befriedigung suchen, meistens übt der Trieb die Schranke der angeblichen Sünden zu überwinden eine mindestens ebenso große Anziehungskraft aus.

Logischerweise führt diese Doppelmoral oft zu sehr skurrilen und fast bemitleidenswerten Auswüchsen, aber mir sind Personen die diesen Funken der verborgenen Rebellion gegen bestehende Werte in sich tragen, immer noch weitaus lieber als all jene treu-dämlichen Schäflein, welche die Prägungen ihres Umfeldes unreflektiert akzeptieren und verteidigen.

Ein anderer Ausdruck dieser funkelnden Dunkelheit ist die weit verbreitete Sehnsucht nach dem Tod (auch wenn sie nicht immer als solches zu erkennen ist), welche in diesem Kontext oft fälschlicherweise mit dem Nirwana identifiziert wird. Wenn man wahrhaftige Erkenntnis sucht, sich auf den kristallisierenden Pfad begibt um das dunkle Licht von Luzifer zu ergründen, wird man zwangsläufig irgend einmal an den Punkt kommen, an dem der Nihilismus aller weltanschaulichen Modelle überhand bekommt und man dem Antlitz des Nichts in die Augen sieht. Urplötzlich verliert alles an Bedeutung, entspricht jeglicher formulierte Sinn lediglich einer zynischen Feststellung fernab einer fassbaren Grundlage. Die Fülle des Lebens ist dann einer absoluten Leerheit verfallen, denn der Intellekt ist nun so weit vorgedrungen, dass alle Glaubensätze nur noch dem sarkastischen Gespött eines Narren entsprechen.

Genau hier liegt nun die Gefahr für all jene, die auf der Suche nach wahrhaftiger Freiheit sind. An dieser Schwelle, man mag sie auch mit dem kabbalistischen Abyssus[4] vergleichen, wird sich zeigen ob das Individuum den Träger des Lichtes als Bereicherung für sein Dasein erfassen kann, oder ob er einem Wahn verfällt.

Wird man sich in dieser melancholischen Stimmung der absoluten Ohnmacht, endgültig dafür entscheiden das der Tod als Repräsentant des Nichts die Erlösung darstellt, glaubt man an die süßen Verlockungen welche einem das Jenseits immer wieder in aller Heimlichkeit zuflüstert, wird man sich auf ewig in den unendlichen Weiten des Universums verlieren.

Ergreift einem hingegen die Angst, schreckt man in dieser Situation, an dieser Schwelle davor zurück den eingeschlagenen Weg mit voller Konsequenz zu gehen und vertröstet man sich dann erneut mit seinen alten, grundsätzlich solar ausgerichteten, hedonistischen Spielereien, wird im Hintergrund latent der fade Geschmack der Sinnlosigkeit verbleiben. Was einmal Farbe besaß, wird subjektiv von einer unendlich tristen Blassheit überzogen, welche dann oftmals mit irgendwelchem Suchtverhalten überspielt wird.

Schafft man es jedoch, den Tod und das Nichts als integrativen Bestandteil von allem zu betrachten, sich mit ihm zu vermählen ohne ihm zu erliegen, in dem man sich in dieser Situation neue Werte erschafft, die sich auf sich selbst beziehen und dem Leben bejahend gegenüberstehen, überwindet man in tatsächlicher Transzendenz die Endlichkeit und gelangt so zu einem vollkommen unabhängigen Standpunkt.

Erst wenn man an dieser Stelle – welche in der Grundessenz dem Übermenschen von Nietzsche entspricht – angelangt ist, wird man fähig sein sich auf eine ernst zu nehmende Weise mit Magie zu beschäftigen!

Kommen wir nun jedoch, um nicht all zu weit vom Kern des Themas abzuschweifen, zum Fazit meiner diesbezüglichen Erläuterung: Analog seinem Wirken in unserer Kultur, faszinieren und inspirieren diese verführerischen Eigenschaften – inklusive der damit einhergehenden Übertretungen – des dunklen Engels selbstverständlich immer wieder eine große Anzahl an Kunstschaffenden, und damit auch ihre Bewunderer.

Personell

Als Figur besitzt der satanische Luzifer weit über tausend Masken, es ist nicht verfehlt ihn als den Meister der Verwandlung schlechthin zu betrachten. Ob er nun dem Giuseppe Tartini (1692-1770) im Traum erscheint, um der Musik neue Möglichkeiten zu verschaffen und den Ruhm des Komponisten zu fördern, oder bei Salman Rushdie ein alltäglicher Mensch wird um den ewigen Kampf von Gut und Böse zu veranschaulichen, stets nimmt seine Figur jene Position ein welche dem Künstler zur Veranschaulichung seines Werkes dient. Sein Wesen umfasst die gesamte Bandbreite an menschlichen Empfindungen, was dazu führt das er sich ohne weiteres vom durchtriebenen Bösewicht, bis zum Bewahrer der höchsten Weisheit und Erleuchtung wandeln kann.

Die mittelalterliche Vorstellung von Luzifer wurde zum einen sehr stark durch Thomas von Aquin geprägt, in der Literatur aber auch maßgeblich von Dante Alighieri (1265-1321) mitgestaltet. In seiner „Göttlichen Komödie“ schimmert teils eine gewisse Sympathie für den Rebellen durch, aber selbst wenn er Kirchenobrigkeiten im Höllenfeuer schmoren ließ, unterscheiden sich seine christlich-moralischen Vorstellungen im Endeffekt nicht groß von jenen, welche zu dieser Zeit vom religiösen Establishment vertreten wurden.

Knapp dreihundertfünfzig Jahre später entsteht in einer Zeit, in der die Psychologisierung des Bösen und die Individualisierung des Menschen ihre ersten Früchte trägt, „Das verlorene Paradies“ von John Milton. Bei ihm wird der Rebell, obwohl er zwar noch immer die Schuld am schlechten dieser Welt trägt, als tragische Figur die nicht von ihrem als gut erkannten Ziel ablässt, regelrecht zum Helden hochstilisiert. Seine darin enthaltene Darstellung des Gehörnten ist zwar im Gegensatz zu jener von Gott viel intensiver und stärker, aber das ihn im Zuge der Romantisierung einige zum Satanisten verklären, weil ihn z.B. William Blake in „The Marriage of Heaven and Hell“ einen unbewussten Parteigänger des Teufels nennt, wird der Sache sicherlich nicht gerecht.

Trotzdem darf man ihn als Wegbereiter für jene Schriftsteller des 19. Jahrhunderts betrachten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben das angeblich Böse nun durch das Bewusstsein vollständig zu rehabilitieren. Diesbezüglich erwähnenswert sind sicher Lord Byron und Charles Baudelaire, die aus dem faszinierenden Geschöpf ein moralisch überlegenes Wesen kreierten. Auch wenn diese beiden wohl nicht an einen Endsieg des Widersachers, respektive ihrer darin verkörperten Prinzipien glaubten, setzten sie mit ihrem zynischen Idealismus einen gesellschaftskritischen Gegenpunkt zu den althergebrachten Strukturen. Blakes Werk eröffnet laut Josef Dvorak darüber hinaus sogar die weiter reichende Hoffnung: „…, dass die Welt nicht auf jene geschlossenen Schemata beschränkt werden kann, in denen von vornherein alles entschieden ist, wo weder Suche nach Erregung noch Erwachen möglich sind, wo wir den vorgezeichneten Weg zu verfolgen, zu schlafen und unsere Atemzüge mit dem universellen Ticken des Schlummers zu vermischen haben.“[5]

Kommen wir nun zu einer Figur, der man sich in diesem Kontext nur schlecht entziehen kann. Ich spreche von Mephistopheles, wie ihn Johann Wolfgang Goethe in seinem ersten Teil von Faust darstellt. Auf die Frage wer er denn sei, antwortet er Faust:

„Ein Teil von jener Kraft,

die stets das Böse will,

und stets das Gute schafft“

Etwas später sagt er des Weiteren über sich:

„Ich bin ein Teil des Teils, der anfangs alles war,

ein Teil der Finsternis, die sich das Licht gebar, …“ [6]

Mephisto kann man folglich, wie es Huston Steward Chamberlain in seinem Werk über Goethe ausdrückt, als eine Teilkraft des luziferischen Schöpfungskomplexes betrachten, welche als naturhaftes Wesen unbeirrt alle Dinge bis auf den Grund durchschaut. In dem er nun Faust dazu verführt, sich in seinem Streben der Versuchung und dem Irrtum hinzugeben, bringt er ihn durch Selbsterkenntnis bis vor das Antlitz Gottes, der ihm Gnade und Erlösung gewährt. Folglich ist das Böse für Goethe, als ergänzender Teil des Guten, ein unverzichtbarer und gleichberechtigter Aspekt des Göttlichen, welches durch die Liebe von oben überwunden und aufgelöst werden kann.

In vielen Erzählungen des 19. Jahrhunderts erscheint der Teufel als Edelmann, bei Dostojewski zum Beispiel erscheint er als reifer Herr mit feinen Kleidern und weist langes, dichtes Haar und einen leicht grau melierten Spitzbart auf. Viele schildern ihn ebenfalls als geübten Redner und gewandten Philosophen.

Auch Gedichte werden gerne dem gefallenen Engel gewidmet, so lässt ihn Christian Morgenstern – ein Bekannter von Rudolf Steiner – in einem seiner Werke gar als Impulsgeber einer neuen Schöpfung auftreten:

So bring ich wohl das Böse zur Erscheinung,
als Geist der Sonderheit und der Verneinung,
doch neue Welt erschafft mein Geisterorden.

Der Alchemist und Anthroposoph Alexander von Bernus widmet ihm einen schriftlichen Gesang, in dem er ihn als Fürst verehrt und innigst darum bittet sich von Ahriman zu lösen, damit dieser den Dichtern nicht die Worte stiehlt.

An die literarischen Erzählungen angelehnt, erscheint der Diabolus in der Malerei in sehr unterschiedlichen Formen und Wesen, wobei sich die gängigste Darstellung im 12. Jahrhundert herausgebildet hat. Es ist eine vollständig behaarte, menschliche Gestalt, die spitz zulaufende Ohren und einen langen Schwanz aufweist. Die Hörner und Klauen (Bocks- oder Pferdefüsse) welche er dort trägt, deuten sehr stark auf eine geistige Verwandtschaft mit Pan hin.

Im Mittelalter wurden seine Darstellungen vor allem zur Einschüchterung des analphabetischen Volkes benutzt, wobei sich die Höllen- und Teufelszenarien der europäischen Tafelmalerei zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert durch eine ausgesprochen große, künstlerische Experimentierfreudigkeit auszeichnen. In diesem Zusammenhang ist sicherlich Hieronymus Bosch besonders hervor zu heben, in dessen „Garten der Lüste“ wohl der grotesk-phantastischste Höhepunkt des menschenfressenden Satans dargestellt wird.

Durch die Künstler der Renaissance begann sich das Bild des stinkenden Tieres langsam zu wandeln, der Widersacher erschien nun oft als lieblicher Satyr oder galanter Faun. Somit verlor der Teufel, begünstigt durch die bizarr übertriebenen Darstellungen des Mittelalters, immer wie mehr seinen übernatürlichen Schreck, er wurde zunehmend vermenschlicht und die Satans- und Dämonenbilder von der Kirche kontinuierlich zugunsten der Heiligen und Engel eingeschränkt. Schlussendlich wurde er meist nur noch für Darstellungen des Engelsturzes und des Jüngsten Gerichtes verwendet, aber auch in diesem Zusammenhang lange nicht mehr so phantastisch wie vorher.

Einige der eindrücklichsten und bekanntesten Bilder von Luzifer, fertigte der französische Maler und Graphiker Gustave Doré (1832-1883) an. Seine berühmten Buchillustrationen reichen unter anderem von der Bibel, über Dantes „Divina Commedia“ bis hin zu Miltons Paradise Lost“, wo vor allem seine schier unerschöpfliche Phantasie und sein überaus effektvolles Spiel mit Licht und Schatten beeindruckt.

Gegenwärtig ist meiner Ansicht nach auf jeden Fall HR Gigers künstlerisch verfeinerte Abbildung von Eliphas Lévis Baphomet zu erwähnen, seine moderne Interpretation dieser synkretistischen Gottheit zeugt auf der symbolischen Ebene von einem überaus tiefen, philosophischen Verständnis. Obwohl er zwar nicht in einem direkten Kontext zu meinem Liebling steht, er gleicht eher den alten, gehörnten Fruchtbarkeitsgöttern vergangener Kulturen, kann man über ihn auch ohne die christliche Verallgemeinerung des Teufelsbildes, problemlos eine Verwandtschaft zu Luzifer herstellen. Für beide gilt, wie Hermes Psychopompos im alchemistischen Rosarium über sich selbst sagt: „Ich bringe das Licht hervor, aber die Finsternis gehört zu meiner Natur.“

Die Angewohnheit mancher Leute den Teufel in der Musik zu sehen, reicht bis ins Mittelalter zurück, ziemlich lange grassierte gar der Glaube, dass sich Satan in der Tonleiter verberge. Joachim Schmidt schreibt hierzu: „Der Triton, das Intervall f-h, galt vielen Musiktheoretikern lange Zeit als satanisch, der Spruch ‚Si contra fa est diabolus in musica’ (h gegen f ist der Teufel in der Musik) hatte über Jahrhunderte hinweg Gültigkeit. Aus der liturgischen Musik des Mittelalters war dieses Intervall gänzlich verbannt; …“[7]

Bei besonders begnadeten Musikern ist oft die Sprache davon, dass sie einen Pakt mit dem Gehörnten eingegangen seien. So war zum Beispiel der Violinist Niccolò Paganini[8], angeblich ein großer, hagerer Mensch, dessen Augen von innerem Feuer leuchteten, der seiner Geige wahrlich zauberhafte Klänge zu entlocken wusste, die technisch gesehen weit über dem allgemeinen Niveau der damaligen Zeit standen, bei seinen Zeitgenossen schlicht als der Teufelsgeiger bekannt. Dieser Umstand führte sogar dazu, dass man ihn nach seinem Tode im Jahre 1840, vorerst für lange Zeit nicht in der geweihten Erde eines Friedhofs begrub.

Tommy Johnson, ein führender Musiker des Delta Blues, der auch für seine zahlreichen Affären und seinen starken Alkoholkonsum bekannt war, behauptete sogar selbst von sich, dass er seine Seele dem Teufel verkauft hätte, um den Blues richtig spielen zu können.

Diverse musikalische Werke beeinflusste er vor allem in der Gestalt des Mephistopheles von Goethe, diese Figur griffen unter anderem Franz Liszt, Hector Berlioz, Charles François Gounod und Arrigo Boito auf.

Des Weiteren bekunden viele Rockbands eine gewisse Zuneigung zum dunklen Rebellen, die von einer spielerischen Verehrung bis zur absoluten Verherrlichung reichen kann, wobei vor allem letzteres in den meisten Fällen lediglich die Aufgabe eines provokativen PR-Image erfüllt. Angefangen beim „Symphaty for the Devil“ der legendären Rolling Stones, über Black Sabbath und Iron Maiden mit ihrem Kultsong „The Number of the Beast“, bis hin zum oftmals überaus blutrünstigen Black-Metal, hat er einen sehr großen Teil des Rockgenres für sich vereinnahmt. Für eine große Anzahl christlicher Fundamentalisten, stellt diese Art von Musik sogar heute noch ein Synonym für den Teufel dar.

Selbstverständlich hat auch der Film den gefallenen Engel ziemlich schnell für sich entdeckt, schon kurz nach dem das Medium erschaffen wurde, drehte George Milet bereits einen Streifen mit dem Titel: „Schloss des Teufels.“

Ein Klassiker des Horrorgenres, dessen Neuverfilmung dreißig Jahre später passenderweise am 06.06.06 in den Kinos anlief und dessen Entstehungsgeschichte angeblich von zahlreichen unheimlichen Ereignissen begleitet wurde, ist „Das Omen“ vom amerikanischen Regisseur Richard Donner.

Es geht darin um ein Kind, welches von Robert Thorn nach dem plötzlichen Tod ihres Neugeborenen, ohne das Wissen seiner Frau ausgetauscht wird. Nachdem die Familie nach London gezogen ist, da Robert dort nun als Botschafter der USA arbeitet, ereignen sich im Umfeld des jungen Damien einige mysteriöse Vorfälle. Auf seiner Geburtstagsfeier stranguliert sich z.B. das Kindermädchen, worauf ein Priester vergeblich versucht Mr. Thorn darüber aufzuklären, dass sein Sohn die Personifikation des Antichristen sei. Erst viel später, nicht zuletzt wegen des tragischen Todes seiner Frau, überwindet er durch die Entdeckung der Zahl 666 am Hinterkopf des Jungen seinen Skeptizismus. Als er ihn daraufhin in einer Kirche mit sieben Dolchen erstechen will, um sein weiteres Wirken zu unterbinden, wird er von Polizisten erschossen. Die letzte Einstellung zeigt Damien, wie er nach dem Staatsbegräbnis seiner Eltern die Hand der First Lady hält und rückwärts blickend in die Kamera lächelt.

Neben dem Remake aus dem Jahr 2006, gibt es noch drei Fortsetzungen dieses Films, wobei keine an den großen Erfolg des Originals anknüpfen konnte.

Im Untergrund beschäftigte sich vor allem der Film „Lucifer Rising“ von Kenneth Anger[9], dessen Dreharbeiten mehrmals unterbrochen wurden, sehr eindrücklich mit dem Thema. Einmal konnte er nicht fertig gestellt werden, weil der Hauptdarsteller Bobby Beausoleil, ein Mitglied der „Manson Family“ wegen Mordes inhaftiert wurde. Der nächste Versuch, mit Marianne Faithfull in der Rolle von Lilith, scheiterte an der Zusammenarbeit mit Jimmy Page, welcher eigentlich den Soundtrack dazu beitragen sollte. In der endgültigen, überarbeiteten Version von 1980, übernimmt Bobby – der die Musik im Gefängnis einspielt – diesen Part.

Der durchwegs kultisch aufgebaute Film besticht durch einen unheilvoll dröhnenden Sound, einen avantgardistischen, ikonographisch überaus hochstehenden Zusammenschnitt, in welchem diverse Mythen an symbolträchtigen Plätzen mit eindrucksvollen Naturereignissen und magisch-rituellen Handlungen durchmischt werden. Im Endeffekt geht es darum, Lucifer als den „Bringer of Light“ zu beschwören.

„Die neun Pforten“ von Roman Polanski ist eine, im Jahr 1999 entstandene Verfilmung des Romans: „Der Club Dumas“ von Arturo Pérez-Reverte. Auch wenn Polanski den okkulten Inhalt der Geschichte wohl nicht all zu ernst nahm, bleibt derjenige doch äußerst interessant.

Die neun PfortenDean Corso, ein Spezialist für antike Bücher, wird von Boris Balkan beauftragt die Echtheit eines Buches zu prüfen, von dem lediglich drei Ausgaben existieren. Während seinen Recherchen geschehen geheimnisvolle Dinge, unter anderem taucht ständig ein Mädchen mit grünen Augen auf und ihm wird erzählt, dass der Verfasser dieser Schrift, welche den Titel „Die neun Pforten ins Reich der Schatten“ trägt, mit Luzifer höchstpersönlich kollaborierte.

Beim Vergleich der drei Bücher stellt er fest, dass die je neun darin enthaltenen Holzschnitte nach einem bestimmten Muster voneinander abweichen, wobei jeweils drei davon mit dem Kürzel LCF versehen sind. Balkan erkennt darin einen Weg um den gefallenen Engel zu beschwören, doch durch einen Zufall spürt Corso ihn am Ort, wo er diese Zeremonie inszeniert auf und wird Zeuge seines Misslingens. Schließlich gibt ihm das mysteriöse Mädchen nach einer ekstatischen Vereinigung vor dem Chateau de Puivert[10], wo die Luzifer-Invokation von Boris stattfand, den letzten, entscheidenden Hinweis um die neunte Pforte zu öffnen.

Lucifer in der (Saturn-)Magie

„Deshalb lehrt die Esoterik, steht der Demiurg des Saturn am Beginne der Kausalebene als Hüter der Schwelle. Er kann nur durchschritten werden, wenn er erkannt wurde, um in höher gelagerte luciferische Lichtwelten zu gelangen, die in uranischen Sphären liegen. Erst dann fallen vom Menschen alle bisherigen karmisch bedingten Belastungen ab und er ist erlöst von der Hölle des Erdendaseins. Saturn senkt die Fackel des Todes, aber gleichzeitig leuchtet er auf als der große Lichtbringer, der Engel jenseits des Tores, der immer zur rechten Seite Gottes stand, wie die rein esoterische Mystik lehrt, trotz des Sohnes, der die Erlösung bringen sollte und dem seine Mission missglückt ist. Nur so kann man als wissender Mensch das verzeihende Lächeln deuten, welches um den Mund des grossen Engels spielt. Dann leuchtet Lucifer als Morgenstern für eine neu aufgehende Menschheitsepoche, in der die Dumpfheit der Masse hohen Erkenntnissen gewichen ist, die jenseits der üblichen religiösen Lehren liegen.“

Fra. Protagoras[11]

 Durch den Umstand, dass sich die Anschauung von Luzifer in der Magie, gleich seiner facettenreichen Historie, überaus stark unterscheidet, werde ich hier zur Simplifikation der schier unendlichen Materialfülle lediglich auf jene Aspekte von ihm eingehen, die sich mit unserer Sichtweise vereinbaren lassen. Eine plakative Perspektive als Widersacher zum allgemein gängigen Gottesbild der Christen, wird dem zur Folge lediglich insofern Raum finden, wie sich meine Ausführungen im Endeffekt durch die darin enthaltenen, philosophischen Erörterungen automatisch gegen jenes aussprechen. Somit geht meine Betrachtung im Lichte des großen Demiurgen weit über das, diesbezüglich ständig verwendete Schema von Gut und Böse hinaus, sie orientiert sich schlicht nicht an den Assoziationen welche die breite Masse im Bezug auf ihn hegt, respektive steht per se jenseits der Dualität.

Im Gegensatz zur weit verbreiteten Assoziation von Luzifer mit der Venus, identifizierte ihn die FS in ihrer vollständigen astralen und planetarischen Kosmologie als die höhere Oktave von Saturn, dessen Lichtwelten in uranischen Sphären liegen.[12] Gregorius schrieb folgendes über ihn: „Luzifer als Morgenstern – wie ihn der Maler Fidus so wunderbar zeichnete, ist nicht nur der gefallene große Engel Luzifer, sondern auch der Bruder von Christus. Saturn in seiner höchsten Oktave ist verkörpertes tiefstes Wissen um die Reife durch das Leid. Auch hinter seinem dunklen Tore steht die Erlösung.“[13]

Vergegenwärtigen wir uns deshalb erst einmal folgende Theorie, die maßgeblich von unseren Gründungsmitgliedern geprägt wurde: Astrophysikalisch betrachtet wird die angebliche Absonderung planetarer Masse der Sonne, der Abfall von Licht in den unendlichen Raum, in der alten FS-Literatur mit dem Sturz von Luzifer gleichgesetzt. Saturn als Hüter der Schwelle, welche für die Grenze von Raum und Zeit steht, bildet dadurch mit der Sonne eine Dualität die das irdische Dasein bestimmt. In der höheren saturnischen Oktave, als Jenseits der Schwelle stehend, wird Luzifer somit zum Herrscher über die äußeren Sphären.

Wie man jetzt fälschlicherweise Annehmen könnte, betrachtete die frühere FS den dunklen Engel – trotz des Jahrmillionen alten Kampfes zwischen diesen beiden Planeten – im Kerne nicht als Gegenspieler des Chrestos-Prinzip, sondern als das mystische Geheimnis der Sonne, welche als das heilige Urfeuer betrachtet wird. In der kosmosophischen Annahme[14], dass sich die Planeten dereinst wieder verschmelzen werden, schrieb Gregorius: „Wenn aber Saturn zur Sonne zurückkehren wird, wenn beide als riesiges Doppelgestirn, das alle die anderen Planeten in sich aufgenommen hat, einsam am Himmel kreisen, Sat – mit Christus wieder verbunden steht, ist das Ende unseres Kosmos wieder nahe. Voraussichtlich ist Saturn der Stärkere. Dieser dunkle Engel ist in seiner atomistischen Struktur, was seinen innersten Kern anbetrifft, weitaus dichter und kompakter als der Sonnenkörper (Blei und Gold), sodass am Ende der Planeten-Evolution wohl Saturn von der Sonne verschlungen wird, aber dann als geläutertes, befreites und erlöstes Prinzip die Sonne beherrscht und erlöst.“[15] Somit stellt er das wesensinnerste Arkanum dar, welches eigenmächtig die egozentrische Kraft des Sonnendemiurgen sprengt um den Mensch aus seiner Bevormundung durch die Götter zu befreien.

Darin spiegeln sich unter anderem gewisse Vorstellungen der spätantiken Ophiten, welche in der Paradiesschlange den eigentlichen Erlöser erkannten. Bei ihnen galt sie – zumindest teilweise – als der eigentliche Lichtbringer, weil sie dem Menschen die Erkenntnis über Gut und Böse brachte, um ihn zur höchsten Instanz allen Seins, aller Ethik und aller Moral zu machen. In diesem Mythos besiegte der böse Demiurg „Ialdabaoth“ (eine Verballhornung des alttestamentarischen „Jehova“) den eigentlichen Träger des Lichtes, siegte der blinde Glaube an einem monotheistischen Gott über die gnostische Erkenntnis, aber wie wir ja alle Wissen, ist noch nicht aller Tage Abend. Der heutige Rationalismus und Materialismus der westlichen Welt, so beschränkt, fehlgeleitet und unsinnig er in seinem Streben nach totaler Entmystifizierung auch sein mag, steht rein theoretisch auf jeden Fall – in dem er den Menschen als oberste Instanz betrachtet – wesentlicher näher bei den Lehren des Okkultismus, bei der Vergöttlichung des Individuums, als beim theistischen Weltbild welches alles unter einen herrschaftssüchtigen Schöpfergott zwingen will. Weshalb sich dies in der Praxis nicht wirklich, oder nur sehr destruktiv manifestiert, steht auf einem anderen Blatt geschrieben.

Vereinfacht dargestellt, können wir folgendes festhalten: Der saturnischen Doktrin folgend, gibt es zwei Prinzipien denen man auf dem Weg zur Erlösung folgen kann. Zum einen das Chrestos-Prinzip der Sonne, welches widerspruchslosen Gehorsam und totale Unterwerfung fordert, um sich vollkommen im göttlichen Licht des großen Einen aufzulösen. Das Luzifer-Prinzip hingegen, welches sich hinter der Dunkelheit des Saturns verbirgt, fordert die Menschen dazu auf die Verantwortung für ihr Dasein selbst zu übernehmen, damit er seine eigene Göttlichkeit erkennen kann. Mstr. .˙.Scorpio.˙. hat dies in einem seiner Texte wie folgt beschrieben: „Luzifer war der schönste der Engel. Und er war der Liebling Gottes. Bis er diesem eines Tages sein ,Non serviam!’ entgegenschmetterte, seine endgültige Gehorsamsverweigerung. Der Sturz Luzifers war tatsächlich ein Abtritt, eine Kündigung. Mit einem einzigen Akt der Auflehnung entlarvte er die Herrschaftsmuster der vermeintlich so gütigen Vaterschöpfung – für Rebellion war darin kein Platz, das Paradies konnte nur durch Unterwerfung existieren, durch Anpassung seiner Bewohner an ein ‚Glück’, das in Luzifers Augen nur ein matter Abglanz dessen sein konnte, was der ,Schöpfung’ – die er nun als ,ungeschaffen’ erkannte – möglich war. Die Erschaffung eines Gottes hatte bereits Weichen gestellt, die auf alle Zeiten die Richtung festlegten, in der die ‚Schöpfung’ ihren Sackbahnhöfen entgegenfahren sollte: Die Herrschaft der Gewalt über die Ohnmacht, des Starken über den Schwachen, der Proteine über die Silikate.“[16]

Ein weiterer Aspekt seines magischen Daseins, ist seine Verbindung zur sagenumwobenen Zahl 666, welche in der „Offenbarung des Johannes“ als das Tier bezeichnet wird. Die Zahl spiegelt sich im magischen Quadrat der Sonne wieder, in dem man die Summenzahl seiner 36 Felder errechnet (1 + 2 + 3 + … + 36 = 666). Man nennt dieses Dämonium Svrt. = Sorat. Diesem Tier steht das Lamm, das Buch mit den sieben Siegeln gegenüber, wozu Fra. .˙.Protagoras.˙. schreibt: „Diese sieben Siegel weisen auf den Inhalt hin, auf die Erkenntnisse die im Buche verborgen sind, auf Saturn, den Herrn der achten Sphäre, der über die siebente Sphäre der Venus herrscht. Die achte Sphäre hat das Symbol der Lemniskate, das Symbol von Anfang und Ende.“[17]

So wird Saturn zur Schlange die den Baum der Erkenntnis im Paradies umschlingt, zur Kundalini die erweckt werden muss. Die 36 Felder des Sonnenquadrates ergeben in der Quersumme die 9 Felder des Saturnquadrates, aus welchem sich wiederum viermal die 666 konstruieren lässt. 4 x 9 zeigt übrigens erneut die Verwandtschaft mit der Sonne an.

Magisches Quadrat

In der vorangehenden Abbildung können wir folglich den „Ouroboros“, die sich in den Schwanz beißende Schlange erkennen, wie sie sich um den – im Saturnquadrat verborgenen – Drachen schlingt. Ein Bruder hält dazu schriftlich fest: „Sie umschließt den Ort, das Labyrinth, den Urgreis Aion, der in einer tiefen Höhle haust und der auch Kronos und Saturnus genannt wird“[18]

Daraus ergibt sich, dass mit Luzifer ein Teil des göttlichen Lichtes von der Sonne abfiel, um sich mit der Dunkelheit – die am Anfang alles war – zu vereinigen. Weil ihm dadurch bewusst ist, dass alles Licht in der Dunkelheit entsteht, wird er zum Hüter des dunklen Lichtes, welcher Herr über Leben und Tod ist.

Er verbirgt somit das Wissen um die bestehende Schöpfung in sich, akzeptiert jedoch die vorgegebenen Bahnen nicht und arbeitet darum im Verborgenen daran, diesen ohnmächtigen Umstand der Beschränkung zu überwinden. Als mystischer Bruder der Sonne trägt er ihr Geheimnis in sich, um sie dereinst in einer veredelten Form, die jenseits der Dualität steht, neu zu gebären. Man kann ihn somit als den inneren Wesenskern der Sonne betrachten, der dem Menschen die Möglichkeit eröffnet sich gegenüber der versklavenden Genesis zu emanzipieren.

Folglich, wie ich bereits hinlänglich erörtert habe, ist Lucifer in unserem Kontext eine symbolische Figur welche das Wissen, respektive die Erkenntnis um den Tod und das Nichts in sich verbirgt. In unserem Verständnis leitet er das Individuum ohne Mitleid dazu an, mit messerscharfem Geist sämtliche Illusionen und Schleier zu durchdringen, analog dem Faust von Goethe, stets den Urgrund aller Dinge zu erforschen. Ohne Achtung vor lieb gewonnenen Annehmlichkeiten, zwingt er das geneigte Wesen durch sein bitteres Werkzeug der immer wiederkehrenden Ent-täuschung in einem kristallisierenden Prozess dazu, die Reife zu erlangen um den Ursprung des Seins, die „prima materia“ zu erfassen.

Erst wenn dieser Schritt, die alchemische Schwärze (nigredo) als psychischer Prozess im Mensch vervollständigt ist, wird es ihm gelingen sich der ursprünglichen Magie – wie wir sie definieren[19] – anzunähern. Somit nimmt er als geistiges Prinzip die Rolle eines spirituellen Führers ein, welcher das Individuum an die Schwelle des kausalen Gefüges bringt, hinter deren Überwindung das magische Werk eigentlich erst beginnt!

[1] Die „TGiD“ entstand als Zweig der Theosophischen Gesellschaft von Katherine Tingley.

[2] Frick, Karl R. H.: Licht und Finsternis, Okkulte Geheimgesellschaften bis zur Wende des 20. Jahrhunderts. Band II: Geschichte ihrer Lehren, Rituale und Organisationen. Wiesbaden 2005, S. 286.

[3] R. Steiner war von 1902 bis 1913 Generalsekretär der „Adyar-TG“.

[4] Metaphysisch betrachtet ist der Abyssus der Abgrund zwischen dem Phänomen und dem Noumenon; dem Unwirklichen und dem Wirklichen. Grant, Kenneth: Wiederbelebung der Magick. Berlin 1997, S. 237.

[5] Dvorak, Josef: Satanismus, Schwarze Rituale, Teufelswahn und Exorzismus, Geschichte und Gegenwart. München 2000, S. 327.

[6] Goethe, Johann Wolfgang: Faust, Der Tragödie Erster und Zweiter Teil. Frankfurt a. M. 1998, S. 56 + 57.

[7] Schmidt, Joachim: Satanismus, Mythos und Wirklichkeit. Marburg 2003, S. 226.

[8] Die Geige wird seit jeher als ein teuflisches Instrument betrachtet.

[9] Anger ist ein Anhänger von Aleister Crowley und Mitglied im Caliphats O.T.O.

[10] Eine Katharerburg aus dem 12. Jahrhundert. Weiter diesbezügliche Erläuterungen finden sich in den SaturnRunen Vol. II, No. 9 / Frühling 2007, im Artikel: „Die neun Pforten ins Reich der Schatten“ von Frater Karl.

[11] Fra. .˙.Protagoras.˙.: Blätter für angewandte okkulte Lebenskunst, Saturn = Licht-träger · Hüter der Schwelle · Karma-Planet. Berlin, November/Dezember 1962.

[12] In der klassischen Astrologie beherrschte Saturn den Steinbock und Wassermann. Heute wird Uranus die Herrschaft über den Wassermann zugesprochen, aber wir erkennen hier die enge Verbindung zwischen Saturn und Uranus. Ich selbst bin der Ansicht – was kongruent zur alten Logendoktrin verläuft, dass Saturn die persönlichen Aspekte des Wassermannes abdeckt und Uranus für die kollektiven zuständig ist.

[13] Gregorius, Gregor A.: Blätter für angewandte okkulte Lebenskunst, Das göttliche negative Prinzip. Berlin, März 1954.

[14] Gregorius, Gregor A.: Blätter für angewandte okkulte Lebenskunst, Das System der planetarischen Sphären. Berlin, September 1951.

[15] Gregorius, Gregor A.: Blätter für angewandte okkulte Lebenskunst, Über den Hüter der Schwelle. Berlin, März 1954.

[16] Frater V.˙. D.˙.: Magie oder die unvollendete Legende vom Magier Luzifer, erschienen im „Kursus der praktischen Magie”, Modul II – Heft 11.

[17] Fra. .˙.Protagoras.˙.: Blätter für angewandte okkulte Lebenskunst, Saturn = Licht-träger · Hüter der Schwelle · Karma-Planet. Berlin, November/Dezember 1962.

[18] Fra. .˙.Karl: SaturnRunen Vol. II / No. 9, Die neun Pforten ins Reich der Schatten. Hamburg, Frühling 2007.

[19] Im scheinbar paradoxen Sinne von unmögliche Dinge tun, wie es Mstr. .˙.Thot.˙. in folgender Abhandlung formuliert: Die Kunst des Unmöglichen. Aufsatz, Archiv der Fraternitas Saturni, Berlin 2000.

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