Tempel Salomo 936

September 1, 2019 in Tempelgeschichten

Bis auf wenige Details ist der Tempel Salomo 936 der Abtei Thelema 3.0 inzwischen fertig geworden und so freue ich mich nun, ihnen dieses mystische Werk zu präsentieren:

Vorhof Tempel Salomo 936

Bevor man jedoch den eigentlichen Tempel Salomo 936 betreten kann, kommt man erst einmal in den Vorhof. Dieser Raum ist dazu da, um sich vor einem allfälligen Ritual umzukleiden und auf die bevorstehende Arbeit einzustimmen.

An den Seitenwänden des Vorhofes befinden sich zwei Spiegel, einmal silbern und einmal golden umrahmt, durch welche man sich – auf der Bank sitzend – als Fraktal der Unendlichkeit erkennen kann. Der Eingang zum Tempel Salomo 936 selbst wird links und rechts von einigen Symbolen des «S – .O.T.O. – M» geschmückt, auf welche ich hier jedoch nicht näher eingehen werde. Des Weiteren gibt es auch noch einen Türklopfer, der von Cthulhu gehalten wird, um Personen im Vorhof bei entsprechendenSchema Tempel Salomo 936 Arbeiten den Antrag auf Einlass zu ermöglichen.   

Gehen wir nun jedoch weiter: Wie sie auf der schematischen Darstellung des Tempel Salomo 936 auf der rechten Seite erkennen können, ist sein Aufbau dem alchemistischen Symbol der Quintessenz nachempfunden und umfasst, wie ich sie bereits vor einiger Zeit definierte, über die Seiten des Dreieckes die drei Sphären des dunklen Lichtes. Siehe hierzu meinen Beitrag: «URAN – IRAN – URIN», wobei sie ebenfalls Entsprechungen für die drei philosophischen Prinzipien der Alchemie sind.

  1. URAN = Sulphur
  2. IRAN = Sal
  3. URIN = Mercurius

Die Spitzen des Dreieckes sind den beiden «Priesterinnen des dunklen Lichtes» sowie dem «Meister der Schöpfung» zugeordnet, wobei jede einer Planetenkraft entspricht. Der «Priesterin des Lichtes» auf der rechten Seite entspricht die lunare Kraft des Mondes (9), der «Priesterin der Dunkelheit» die saturnale Kraft des Saturns (3) und dem «Meister der Schöpfung», welcher eine Essenz der «Priesterinnen des dunklen Lichtes» ist, die solare Kraft der Sonne (6).

Die Vereinigung dieser Kräfte geschieht im Innern über ein Viereck, welches für die vier klassischen Elemente und die alchemistischen Stufen steht. Es verkörpert folglich Erde, Wasser, Luft und Feuer, um in seiner Mitte einen Kreis zu erschaffen, welcher unter anderem dem Äther entspricht. Er stellt jedoch auch das Zentrum des Tempel Salomo 936 dar, welches durch die Kraft des UR-ANUS dereinst ein Nicht-Kind des Demiurgen, den «Insuccubus Daemonae Baphomae Rosicrucianum», zeugen soll.

Altar Tempel Salomo 936

Nebst den bereits erwähnten Ritualbeteiligten gibt es noch einen Platz vor dem Ein-, respektive Ausgang, welcher vom Zeremonienmeister eingenommen wird, wobei er gleichzeitig jenes Nicht-Kind ist, das sich zur Invokation des Dämoniums in das Dreieck stellt.

Auf der linken und rechten Seite, dem Aufbau eines freimaurerischen Tempels nachempfunden, gibt es schliesslich noch weitere Sitzplätze. Ihre Siegel Salomo 936Anzahl ist für den «S – .O.T.O. – M» jedoch auf acht beschränkt, denn in ihrer vollkommenen Ausprägung wird die Loge nie mehr als zwölf Personen und einen Insuccubus umfassen.

Die seitlichen Wände werden von je drei Hilfskerzen und einem Bild geschmückt. Vom Eingang her gesehen befindet sich auf der rechten Seite das Werk «Schlangenlandschaft» von HR Giger und Martin Schwarz, in seiner grün gehaltenen, stark limitierten Farbserigraphie. Ihm gegenüber befindet sich das Werk «Victory V Satan», ebenfalls ein Werk von HR Giger, in einem fünffarbigen, rot dominierten Kunstdruck, wobei es eines der dreissig signierten und nummerierten Exemplare ist, welche vor langer Zeit zur Unterstützung der Zeitschrift «Essentia» meines verstorbenen Freundes Urs Tremp verkauft wurden.

Auf den Altartischen stehen – nebst anderen Utensilien – jeweils ein dreiarmiger Kerzenständer, welche mit einer silbernen, schwarzen und goldenen Kerze bestückt sind, um der Zahl 936 und den damit verbundenen Assoziationen einen zusätzlichen Ausdruck zu verschaffen. Der Altar des «Meister der Schöpfung» steht zudem auf einer dreistufigen Erhöhung, deren Boden aus einem schwarz-weiss karierten Teppich besteht.

Hinter dem «Meister der Schöpfung» befindet sich ein Davidstern (936 – 666), in dessen Mitte sich ein schwarzes Kreuz befindet, welches ein alchemistisches Symbol enthüllt, in dem sich Uran und Phosphor vereinigen. In Kombination mit dem blauen Dreieck (936) hinter der «Priesterin des Lichtes» und dem roten Dreieck (666) hinter der «Priesterin der Dunkelheit» bildet es das Siegel Salomo mit dem darin verborgenen Schlüssel zu den 72 Geistern.

Priesterinnen Tempel Salomo 936

Zum Abschluss will ich nun noch kurz, ohne wirklich ins Detail zu gehen, auf die selbst entworfene Bodenbemalung des Tempel Salomo 936 eingehen, welche ich als «Perfect Treeflower of Life and Death» bezeichne.

Sie basiert auf der einen Seite aus einer, um die Dimension des Todes erweiterten «Blume des Lebens» (umfasst die fünf platonischen Grundkörper) und auf der anderen auf einem ins Gleichgewicht gebrachten, perfekten «kabbalistischen Lebensbaum» mit zwölf Sephiroth.

Zentrum Tempel Salomo 936

So angeordnet, bildet dieses Symbol vier Pentagramme, sowie zwei normale und zwei unikursale Hexagramme, wobei das Zentrum durch eine kleine horizontale und einer grosse vertikale Saturnsigille gebildet wird, auf das sich alle anderen geometrischen Formen in symmetrischer Weise konzentrieren. Die vollständige Erklärung des Symbols muss jedoch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, denn dieser Blogbeitrag ist nicht der richtige Ort, um dies zu tun.

Insuccubus Tempel Salomo 936