Kleiner Tempelbau Abtei Thelema 3.0

November 3, 2018 in Tempelgeschichten

So langsam kommt Leben in meine Liegenschaft, welche ich in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren zur Abtei Thelema 3.0 umbauen will. Begann letzte Woche mit dem Ausbau des kleinen Tempels, soll schlussendlich insgesamt drei verschiedene geben, wobei dies mit Abstand der kleinste Raum okkulter Lebenskunst sein wird. Also ein gutes Übungsobjekt, um erste Erfahrungen für die grossen Baustellen zu sammeln, wobei ich für diese auch auf professionelle Hilfe zurückgreifen werde, aber alles was wir selbst machen können, gibt uns natürlich Luft zur Finanzierung der übrigen Ausbauten.

Tempelbau Skizze

Tempelbau Tag 1

Begann heute mit der Renovation des kleinen Tempels, wobei es erst einmal ans Ausräumen ging. Gab viel zu Entsorgen und Verlagern, kam damit aber schneller voran, als ursprünglich eigentlich gedacht.

Tempelbau Abtei Thelema I

Fing dann sogar noch an, einen kleinen Überstand an einer Wand abzutragen, was eigentlich mit einem Abbauhammer von Hilti geschehen sollte, nur leider verweigerte dieser seinen Dienst und so musste ich mit Hammer und Meissel arbeiten. Wäre eine Sache von vielleicht einer knappen Stunde gewesen, so bin ich mich nun ordentlich von Hand am abrackern. Der grösste Teil ist inzwischen zum Glück jedoch schon weg, die Knochen und Muskeln schmerzen dafür ein wenig, aber so muss ich morgen nur noch ein kleines Stück des Mauerwerkes entfernen. Was will ein ausgestandener Mann (sich leicht räuspert) schon mit so Männerspielzeug, richtige Knochenarbeit ist immer noch viel befriedigender und so fliesst schon am ersten Tag mächtig Energie in den Tempelbau.

Tempelbau Tag 2

Am zweiten Tag des Tempelbaus entfernte ich als erstes noch das übrig gebliebene Stück des Wandvorstandes, was noch einmal ein Kraftakt darstellte, aber nun ist das Ding endgültig draussen.

Nutzte anschliessend die verbliebenen Kanthölzer des Gestelles, welches sich früher in diesem Raum befand, um eine Lattenkonstruktion zur Abdämmung des Mauerwerkes auf der linken Seite zu erhalten. Schraubte sie fix an die Wand, halten sehr gut, damit ich morgen mit dem Ausstopfen beginnen kann.

Tempelbau Abtei Thelema II

Zum Abschluss des Tages räumte ich dann noch auf, wischte den Dreck ein wenig aus dem Raum und spachtelte an der Decke die übelsten Löcher zu. Letzteres wird zwar nicht alle Unebenheiten der Decke kaschieren, die verwendeten Platten weisen nun mal gewisse Unebenheiten auf, aber das werde ich nun so lassen, sonst wird die Baustelle eine nie endende Story und ich habe ja noch anderes vor.

Gilt für die Wände übrigens in einem kleineren Umfang auch, aber da am Schluss eh alles schwarz gestrichen wird und man den Tempel nur durch Kerzenschein erleuchtet, kann ich mit diesen kleinen Mängeln gut leben.

Sowohl aus theoretischen, wie auch praktischen Gründen bin ich heute überdies zum Schluss gekommen, dass der Raum nicht mit Beamer, Leinwand und Soundsystem ausgestattet wird, sondern lediglich ein Grossbildfernseher an die hintere Wand gehängt wird. Die Idee mit Beamer und Leinwand rührte daher, dass man den Platz an der Wand ebenfalls benötigt, um bei gewissen Ritualen die dazugehörigen Insignien aufzuhängen, aber die kann man ja geradesogut auch durch den Bildschirm einblenden. Wir leben ja schliesslich im 21. Jahrhundert, da darf man alte Angelegenheiten ruhig ein wenig an die neue Zeit anpassen, wenn der Sinn und Zweck dahinter nicht verloren geht. 

Tempelbau Tag 3 

Der Morgen stand im Zeichen eines Grosseinkaufes, musste mir etliche Materialien für den Tempelbau besorgen. Nahm drei Stunden in Anspruch, dafür kann ich nun an mehreren Fronten weiterarbeiten.

Tempelbau Abtei Thelema III

Dies führte am Abend dazu, dass ich einiges angefangen, aber nichts wirklich beendet habe. Verlegte zum Beispiel eine provisorische Elektroinstallation, begann mit der Dämmung der linken Wand, installierte drei Hauptträger für die Zwischenwand und wollte noch den ersten Anstrich der Decke vornehmen.

Leider stellte sich bei Streichen der Decke heraus, dass mein vorhandenes Werkzeug zur Verarbeitung der schwarzen Farbe nicht geeignet ist, was mich – als dann auch noch mein Handgelenk schmerzte – dazu veranlasste, das Vorhaben auf halber Strecke abzubrechen.

Tempelbau Tag 4

Auf der Baustelle war heute Dämmmatten-Tetris angesagt, was mir grossen Spass bereitete. Das Anschrauben der Holzverkleidung eher weniger, aber die Zwischenräume mit der Steinwolle zu füllen, kann man durchaus als meditative und entspannende Tätigkeit betrachten.

Wurde leider nicht ganz fertig mit der Wandverkleidung, aber das spielt keine wirklich grosse Rolle, denn der ursprüngliche Zeitplan ist ja, dass der Tempelbau spätestens Ende 2019 fertig ist. Mit dem nun getätigten Kraftakt befinde ich mich gut auf Kurs, auch wenn ich mich ihm nach dieser Woche nicht mehr so intensiv widmen kann.

Tempelbau Abtei Thelema IV

Kurz vor dem Feierabend geschah noch ein Unglück, respektive fiel mir die etwa fünf Kilo schwere Abschlussplatte des hinteren Raumes, aus ungefähr einem Meter Höhe, auf den grossen Zehen des linken Fusses. War überaus schmerzhaft, konnte mir ein Aufschrei nur mit grosser Mühe verkneifen, gab mir schlussendlich aber keine Blösse. Die Schmerzen besserten sich danach auch wieder, aber wirklich ansehen mochte ich mir das Unglück noch nicht, das tat ich erst kurz vor dem zu Bette gehen, wo es noch nicht einen sehr schlimmen Eindruck bei mir hinterliess, auch wenn ich mich mit Sicherheit vom Nagel verabschieden darf.

Tempelbau Tag 5

Während der Nacht schmerzte mein Unglück immer mehr und raubte mir dadurch den Schlaf. KonnteUnfall bei Tempelbau erst gegen 07.00 Uhr noch rund zwei Stunden kurz einnicken, ansonsten war ich im Geiste die ganze Nacht hinüber mit dem Zeh beschäftigt. Nach der kurzen Schlafphase waren dafür auch die Schmerzen wesentlich weniger stark.

War aber trotzdem noch kein Zustand, um die Baustelle ernsthaft voranzutreiben. Werkelte am Nachmittag zwar noch ein wenig herum, schaffte es zu meiner Verwunderung ohne allzu grosse Leiden in den Turnschuh, aber wirklich viel ging dann auch nicht mehr. Wollte noch die Elektroinstallation fertig machen, nervte mich aber dermassen ab dem vollgestopften Gewusel in unserem alten Verteilerkasten, dass ich kurzerhand beschloss, ihn erst auszutauschen, bevor ich die restliche Verdrahtung vornehme.

Alles in allem kann ich nun zum Abschluss dieser Woche sagen, dass ein erster grosser Schritt des Tempelbaues erfolgt ist, aber das auch noch viel Arbeit vor mir, respektive uns liegen wird. Bin froh ist der Anfang gemacht und so ist es eigentlich inzwischen nur noch ein Abarbeiten meiner Idee, bis der Raum in jenem Zustand ist, in dem ich ihn sehen will. Werde sie hier sicher von Zeit zu Zeit auf dem laufenden halten, wie der Fortschritt aussieht, auch wenn das Projekt, wie bereits angekündigt, nun nicht mehr die höchste Priorität geniessen kann. Aber wie sagt man doch so schön: «Gut Ding will Weile haben!»

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