Das Pandämonium der Fledermaus

März 22, 2020 in Gesellschaftskritik

Ich bin sehr erstaunt, was für mächtige Energien im Zuge meines Versuches den Abyssos zu überqueren, in höllischer Weise entfesselt werden und vor allem auch darüber, dass dieser kollektive Wahnsinn sehr wahrscheinlich durch eine Fledermaus ausgelöst wurde. Als Mitglied des Ordo Vampyris kann ich das nur dahingehend deuten, das Choronzon (Dämon der Auflösung) wieder einmal aus seinem Schlaf erwacht ist und meinen Blick in den Abyssos mit einem Augenzwinkern erwidert.

Pandämonium der Fledermaus

«Das Licht der Erkenntnis leuchtet aus dem Vorhof der Hölle.»

Dante Alghieri

Erst war da auf der individuellen Ebene der überraschende Tod meiner Mutter, welcher mir durch seinen Zeitpunkt eine überwältigende Asynchronität offenbarte, und nicht viel später, mutmasslich von einer Fledermaus auf den Mensch übertragen, ein Virus das global eine panische Hysterie auslöst und dadurch nun die Weltwirtschaft an ihre Abgrund führt.

Ja, mag sein, dass sich dieses Virus schnell ausbreitet und die Mortalität etwas höher liegt als bei einer Influenza, wobei man nicht vergessen sollte, dass es in der Grippesaison 2017/2018 allein in Deutschland zu geschätzten 25’000 Todesopfern kam. Aktueller Stand heute, am 21.03.2020 (also zum Frühlingsäquinox) sprechen wir von ungefähr 13’000 Toten weltweit, die bis anhin an den Folgen von Covid-19 gestorben sind.

Mir ist auch klar, dass diese Zahlen sehr wahrscheinlich noch stark ansteigen werden und mir ist bewusst, welche Auswirkungen eine ungebremste Ausbreitung auf unser Gesundheitssystem haben könnte, aber die staatlichen Massnahmen, welche momentan wegen einer Fledermaus getroffen werden, finde ich weit jenseits von Gut und Böse. Wäre persönlich eher für den Weg der Herdenimmunität, also dafür, dass man die Risikogruppen eine gewisse Zeit auf freiwilliger Basis isoliert und dem Virus ansonsten freien Lauf lässt, aber dieser Gedankengang soll hier nicht viel Platz erhalten, denn um Systempolitik geht es mir in diesem Beitrag nicht.

Viel mehr möchte ich darauf eingehen, wie diese Krise über die WHO in den Medien dermassen aufgebauscht wird, dass unter unseren Regierungen ein regelrechter Kampf ausgebrochen ist, wer nun die restriktiveren Massnahmen ausspricht, respektive es schafft, die Grundrechte der Bevölkerung schneller und stärker einzuschränken. Was noch bis vor wenigen Wochen in der westlichen Welt fast undenkbar war, ist heute schon Standard: Gewerbe-, Versammlungs-, Religions- und Bewegungsfreiheit wurden innerhalb von nur wenigen Tagen einfach über Bord geworfen und nun spricht man zum Beispiel bei uns in der Schweiz schon darüber, ob man Menschenansammlungen mit Hilfe von Mobildaten identifizieren soll, um sie im Anschluss aufzulösen.

Flügelschlag der Fledermaus

.: COR-VINA .I. VER-ONA :.

Kann es sein, dass man meine Grundrechte wegen eines so kleinen Problems[1], ohne konkrete Abwägung von Kosten und Nutzen, einfach der medialen Hysterie opfert und das Volk noch applaudiert? Will ich mir vorstellen, was passiert, wenn tatsächlich mal ein ernsthaftes Problem auf der Landkarte auftaucht? Für mich ist der Fall klar, dieses Ereignis führt mir vor Augen, dass mein Misstrauen gerade auch gegenüber den demokratischen Staaten mehr als nur gerechtfertigt ist und sie nicht mit der Wimper zucken, mir im Notfall all meine Rechte zu rauben. Diese Regierungen, welche es trotz riesigem Verwaltungsapparat noch nicht einmal schaffen, genügend Schutzmasken für eine Pandemie zu bunkern (kostet ja nun wirklich nichts), geschweige denn mit dem vielen Geld welches da reinfliesst, ein leistungsfähiges und effizientes Gesundheitssystem zu etablieren, das auf Pandemien vorbereitet ist, sind ohne zu zögern bereit, mir als Bürger sämtliche Rechte zu rauben.

Was da momentan wegen einer Fledermaus abgeht, steht in keinem vernünftigen Verhältnis zu all dem, was sonst noch so auf der Welt geschieht: Wenn pro Tag hunderte Menschen an geopolitischen Boykottmassnahmen[2] (z.B. über Jahrzehnte im Iran und Irak) und kriegerischem Treiben durch die Amerikaner und ihre Verbündeten sterben, sind das oft nur Randnotizen und wirklich kümmern tut es die wenigsten, aber wenn bei uns einige alte Leute sterben, welche eh schon an der Schwelle stehen, ist plötzlich kein Preis zu hoch, um das zu verhindern. Ich finde das überaus zynisch, wirtschaftlich gesehen auch sehr dumm, und wenn ich nicht bereits in mir ruhen würde, weil mir diese manipulativen Spielereien schon längstens bewusst sind und ich auch weiss, dass sich die Menschheit in diesem Jahrhundert auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung befindet und der Weg von da aus nur noch nach unten führt, bekäme ich direkt Angst vor dem Verstand der Masse.

“Then I saw that there was a way to hell, even from the gates of heaven.”

John Bunyan

Nun, de facto sieht es für mich so aus, dass das Individuum vor allem eines aus dem Flügelschlag der Fledermaus lernen kann: Durch unsere invasive Bevölkerung des Planeten wird es in Zukunft noch viel mehr zu kritischen Ereignissen auf der Erde kommen, wobei ich hier nicht nur an Pandemien denke, sondern auch an andere Naturkatastrophen, umfassende Kriegstreibereien, Massenwanderungen, Bürgerkriege und nukleare Bedrohungen. Wenn ihr jedoch trotz all der Gefahren, welche unser labiles, soziokulturelles System ständig umkreisen und in jedem Augenblick drohen, es aus dem Gleichgewicht zu bringen, eure individuelle Freiheit bewahren wollt, dann setzt kein Vertrauen in den Staat und organisiert euch selbst!

 

Gezeichnet von Nosferatu:

Mitglied des Ordo Vampyris

 

 

 

 

[1] Nur so als Erinnerung: Die spanische Grippe forderte zwischen 25 bis 50 Millionen meist junge Todesopfer und grassierte zu einer Zeit, als die Erdbevölkerung gerade einmal 2 Milliarden Menschen umfasste.

[2] Man erinnere sich zum Beispiel daran, dass allein im Irak durch die Sanktionen zwischen 1990 bis 2000 mehr als 500’000 Kinder starben. Frau Albright meinte dazu lediglich lapidar: Das ist es wert gewesen!